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Unabhängiges Monitoring

Nachhaltige Messungen –
heute und
in Zukunft

Aus ureigenem Interesse führt Adelholzener seit Jahrzehnten ein umfassendes Monitoring durch – zusätzlich zur staatlichen Überwachung. Sowohl das Monitoring wie auch die Überwachung bestätigen übereinstimmend, dass durch die Adelholzener Wasserentnahme keinerlei nachteilige Veränderung des Grundwasservorkommens und der Natur entstanden ist. Auch künftig werden an den Grundwassermessstellen kontinuierlich Messungen der Wasserstände und Druckpotenziale vorgenommen.

Nachfolgende Schaubilder, Grafiken und Daten zeigen die vielfältigen Untersuchungen und Auswertungen

Sechs Brunnen

Die Wassererschließung durch Adelholzener Brunnen beschränkt sich auf die heutigen Moorgebiete des Bergener Mooses und der Staudach-Egendacher Filze im Norden des Kalkalpinen Hinterlandes. Hier liegt das Adelholzener Gewinnungsgebiet. – Im Unterschied zum Neubildungsgebiet, das sich im kalkalpinen Raum, im weitestgehend bewaldeten Gebiet, über die Höhen des Hochfelln und Hochgern nach Norden erstreckt.

Der geologische Aufbau dieses Gewinnungsgebietes wird im Wasserrechtsantrag ausführlich behandelt. Ebenso werden die Hydrogeologie, Geohydraulik, Fließrichtung sowie Wasserchemie im Gebiet der sechs Brunnen beschrieben.

Übersichtskarte mit eingezeichneten 6 Brunnen

Die Gewässerbenutzung der Brunnen A1, A2, A5 und A6 dient dem Adelholzener Mineralwasserbetrieb zur Herstellung von Mineralwasser und mineralwasserbasierender Getränke.

Das Grundwasser aus den Brunnen A3 und A4 dient der Adelholzener Trinkwasserversorgung, insbesondere auch der kommunalen Trinkwasserversorgung der Gemeinde Bergen.

14 bestehende + 5 neue Messstellen

Durch das bisherige umfassende Monitoring können Veränderungen im Grundwasser sofort erkannt werden.

Durch die langjährigen und zahlreichen, insbesondere durch unterschiedliche Verfahren gewonnenen Messdaten kann nachgewiesen werden, dass mit der Grundwassernutzung keine schädlichen Gewässerveränderungen und keine nachteiligen Veränderungen für natürliche Lebensräume im Bergener Moos einhergehen.

Das Monitoring belegt die vorhandene hydraulische Trennung zwischen dem oberflächennahen Grundwasser (GWL 1) und dem tieferen Grundwasser (GWL 2).

Die neuen Grundwassermessstellen erweitern das bisherige Monitoring, das heute schon mit 14 Messstellen weit verzweigt ist und liefern noch umfassendere Erkenntnisse. So wird sichergestellt, dass das Wasservorkommen und der Wasserhaushalt keinerlei nachteilige Veränderungen durch die genehmigte Nutzung zur Getränkeproduktion und kommunalen Trinkwasserversorgung erfahren. Die Trinkwasserversorgung der Region bleibt auch in Zukunft sicher.

Sechs neue Messtellen sind durch das Landratsamt Traunstein genehmigt. Vier Standorte liegen im Gewinnungsgebiet der Mineral- und Trinkwasservorkommen. Zwei Standorte liegen im Weißachental, jenem Gebiet, in dem sich das später gewonnene Wasser regelmäßig und in weit größerem Umfang neu bildet. Einige der Messstellen werden mit doppelten Messeinheiten ausgestattet, sodass künftig kontinuierlich neue Messergebnisse abgelesen werden können.

Die Daten werden digital gespeichert und dem Wasserwirtschaftsamt Traunstein zur Verfügung gestellt.

Übersichtskarte mit eingezeichneten Messstellen

Ruhe-(Null-)Messungen

Eine der aussagekräftigsten Methoden, um kontrollieren zu können, wie sich die Pegelstände über die Jahrzehnte seit Erschließung der Adelholzener Brunnen verändert haben, ist die so genannte Ruhe-Messung.

Zuletzt im Juli und November 2022, parallel zu Wartungsarbeiten, bei denen die Wasserpumpen abgeschaltet wurden, wurden mehrere Tage lang Ruhemessungen durchgeführt.

Dabei zeigte sich, dass die Ruhewasserstände heute jenen Niveaus bei Erschließung des ersten Brunnen 1977 und aller später erschlossenen Brunnen, entspricht. Heißt, es wurde zu keinem Zeitpunkt festgestellt, dass mehr Wasser entnommen wurde, als nachgeflossen ist. Ein künftiges Absinken von Pegeln ist ausgeschlossen.

Altersdatierung

Adelholzener untersucht seit 1990 das Alter des geförderten Grundwassers und verwendet dabei isotopenhydrogeologische Untersuchungsmethoden.

Über die Datierung des Alters des geförderten Wassers kann auch festgestellt werden, dass das Adelholzener Grundwasser Teil des regulären Wasserkreislaufs und nicht Teil der so genannten „fossilen eisernen Reserve“ ist.

Wasser sucht sich unterschiedliche, also unterschiedlich lange und unterschiedlich schnelle Wege durch den Berg. Es gelangen daher, je nach Verweilzeit im Berg, Wässer unterschiedlichen Alters (zwischen 70 und 35 Jahren) in das Grundwasservorkommen im Adelholzener Gewinnungsgebiets.

Exakte Analyseergebnisse sind im Wasserrechtsantrag ausführlich beschrieben.

Von wem und warum wird der Antrag auf wasserrechtliche Erlaubnis gestellt?



Antragstellerin ist die Adelholzener Alpenquellen GmbH. Sie ist seit jeher im Besitz der Barmherzigen Schwestern von hl. Vinzenz von Paul und ist heute einer der führenden Mineralbrunnen in Deutschland.

Mit den Erlösen finanziert die Kongregation unterschiedliche soziale Projekte, welche sich wirtschaftlich selbst nicht tragen. Vor allem sind dies Krankhäuser, Altenheime, Bildungseinrichtungen für Pflegeberufe und Einrichtungen für Betreutes Wohnen sowie Seniorenwohnanlagen in München und Südbayern. Über 1.800 Mitarbeiter sind neben den Ordensschwestern in den Einrichtungen der Kongregation beschäftigt.

Adelholzener produziert und vertreibt nicht alkoholische Getränke wie Mineral- und Heilwasser, Erfrischungs- und Süßgetränke sowie Nektare unter den Marken Adelholzener und Active O2.

Das Unternehmen beliefert mit seinen Produkten den Getränkefachgroßhandel, den Lebensmitteleinzelhandel, den Convenience-Bereich sowie die Gastronomie und Hotellerie. Dabei ist der Fokus der Geschäftstätigkeit primär nur auf den nationalen Markt gerichtet. (Umsatzanteil 2021: Inland 93,7 %, Export 6,3 %).

Zudem stellt Adelholzener die Versorgung der Allgemeinheit sicher. Seit 1979 unterstützt Adelholzener zusätzlich die kommunale Trinkwasserversorgung: als Redundanz bei Wartungsarbeiten, bei Versorgungsausfällen und für die Versorgung des Bergener Ortsteils Bernhaupten. Ein Ausfall oder eine Beeinträchtigung würde zu erheblichen Versorgungsengpässen oder zu Gefährdungen der öffentlichen Sicherheit führen. Adelholzener zählt daher zur sogenannten kritischen Infrastruktur.

Adelholzener beschäftigte zum 31.12.2021 (unmittelbar) 543 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Sie stellt damit für viele Familien in der Region die Grundlage für den Lebensunterhalt dar.

Warum werden zwei Anträge gestellt?



Mit Antrag 1 beantragt Adelholzener die stets widerrufliche und befristete beschränkte Erlaubnis, Grundwasser aus den Brunnen A1, A2, A5 und A6 zu Tage zu fördern. Diese Gewässerbenutzung dient dem Mineralwasserbetrieb zur Herstellung von Mineralwasser und mineralwasserbasierender Getränke.

Es wird in Summe für die Brunnen A1, A2, A5 und A6 die Zulassung der Fördermenge von bis zu maximal 990.000 m³ pro Jahr beantragt. Die Laufzeit für die beschränkte, jederzeit widerrufliche wasserrechtliche Erlaubnis soll bis zum 01.01.2050 erfolgen.

Mit Antrag 2 beantragt Adelholzener die stets widerrufliche und befristete beschränkte Erlaubnis, Grundwasser aus den Brunnen A3 und A4 zu Tage zu fördern. Diese Gewässerbenutzung dient der Trinkwasserversorgung, insbesondere auch der kommunalen Trinkwasserversorgung der Gemeinde Bergen.

Es wird in Summe für die Brunnen A3 und A4 die Zulassung der bisher genehmigten Fördermenge von bis zu maximal 600.000 m³ pro Jahr beantragt. Die Laufzeit für die beschränkte, jederzeit widerrufliche wasserrechtliche Erlaubnis soll bis zum 01.01.2035 erfolgen.

Beide Anträge zusammengenommen entsprechen die beantragten Mengen dem aktuellen Wasserrecht in Höhe von insgesamt 1,59 Mio. Kubikmeter pro Jahr.
Warum werden zwei Anträge gestellt?



Mit Antrag 1 beantragt Adelholzener die stets widerrufliche und befristete beschränkte Erlaubnis, Grundwasser aus den Brunnen A1, A2, A5 und A6 zu Tage zu fördern. Diese Gewässerbenutzung dient dem Mineralwasserbetrieb zur Herstellung von Mineralwasser und mineralwasserbasierender Getränke.

Es wird in Summe für die Brunnen A1, A2, A5 und A6 die Zulassung der Fördermenge von bis zu maximal 990.000 m³ pro Jahr beantragt. Die Laufzeit für die beschränkte, jederzeit widerrufliche wasserrechtliche Erlaubnis soll bis zum 01.01.2050 erfolgen.

Mit Antrag 2 beantragt Adelholzener die stets widerrufliche und befristete beschränkte Erlaubnis, Grundwasser aus den Brunnen A3 und A4 zu Tage zu fördern. Diese Gewässerbenutzung dient der Trinkwasserversorgung, insbesondere auch der kommunalen Trinkwasserversorgung der Gemeinde Bergen.

Es wird in Summe für die Brunnen A3 und A4 die Zulassung der bisher genehmigten Fördermenge von bis zu maximal 600.000 m³ pro Jahr beantragt. Die Laufzeit für die beschränkte, jederzeit widerrufliche wasserrechtliche Erlaubnis soll bis zum 01.01.2035 erfolgen.

Beide Anträge zusammengenommen entsprechen die beantragten Mengen dem aktuellen Wasserrecht in Höhe von insgesamt 1,59 Mio. Kubikmeter pro Jahr.